19. November 2013
In den Koalitionsverhandlungen ist ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn von 8 Euro 50 einer der Knackpunkte.
Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat jetzt schonmal untersucht, was der Mindestlohn verändern würde.
In dem Gutachten ziehen die Autoren ein eher zwiespältiges Fazit. Unter anderem schreiben sie, dass die 8 Euro 50 pro Stunde das tatsächliche Haushaltseinkommen der Betroffenen kaum verbessern. Außerdem werde weder das Ausmaß von Armut noch die Einkommensungleichheit insgesamt bedeutend reduziert.
Auch werde die Zahl der 1,3 Millionen Menschen, die ihren Lohn durch Hartz-IV-Leistungen aufstocken müssen, nur um ein Viertel sinken.
Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages befürchtet außerdem, dass Arbeitgeber versuchen könnten, den Mindestlohn zu umgehen - was diejenigen zu Verlierern machen könne, die eigentlich Zielgruppe des Mindestlohns sind.
Deshalb seien mindestens effektive Kontrollen nötig.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)