19. November 2013
Schonmal was von Phtalaten gehört? Wahrscheinlich nicht.
In der Hand gehabt hat sie wohl jeder schonmal. Die chemischen Verbindungen werden in der Industrie als Plastik-Weichmacher benutzt - aber auch bei der Produktion von Seifen, Deos oder pharmazeutischen Produkten eingesetzt.
Forscher aus den USA haben jetzt eine Verbindung zwischen den Weichmachern und Frühgeburten entdeckt. Sie untersuchten den Urin von Frauen. Diejenigen, die hohe Dosen der chemischen Verbindung im Körper hatten, hatten ein zwei bis fünfmal so hohes Risiko, ihr Kind vor der 37. Schwangerschaftswoche zu bekommen - normal sind 40 Wochen. Im Allgemeinen kommt in den USA jedes achte Kind zu früh zur Welt.
Frühgeburten erhöhen aber das Kindersterblichkeitsrisiko - und können Entwicklungsverzögerungen zur Folge haben.
Die Phtalate wirken im Körper teilweise wie Hormone. Frühere Studien bei Männern hatten gezeigt, dass sie zu Unfruchtbarkeit, Übergewicht oder Diabetes führen können.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)