19. November 2013

30 Millionen Chinesen leben in Erdhöhlen

Im Winter ist es warm, im Sommer kühl. Das ist aber auch schon der einzige Vorteil.

Schätzungen zufolge leben in China etwa 30 Millionen Menschen in Höhlen, die sie in Hänge gegraben haben. Im Deutschlandfunk berichtet Reporterin Silke Ballweg, dass mittlerweile aber nur noch alte Menschen oder Junggesellen dort leben. Jeder, der kann, sei mittlerweile in die Städte gezogen.

Die Erdwohnungen liegen vor allem in der Provinz Shanxi, mehrere hundert Kilometer südwestlich von Peking. Es gibt kein fließendes Wasser, aber Strom. Die Höhlen werden von Holzbalken gestützt, die Öffnung wird ummauert und mit Tür und Fenster versehen. Das Bett ist mit Steinen gemauert und kann im Winter mit Feuer beheizt werden. Ballweg berichtet, die Höhlen seien mittlerweile zum Touristenmagnet geworden. Die Einwohner selbst lebten nicht wirklich gerne dort.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)