19. November 2013

Forscher wollen Zusammenhang zwischen Arbeitsunterbrechungen und Fehlern untersuchen

Wer eine Sache gut machen möchte, muss sich darauf konzentrieren können.

Und wer häufig unterbrochen und in seiner Arbeit gestört wird, macht Fehler. Soweit die Theorie. Ob dieser Zusammenhang tatsächlich stimmt, will jetzt ein australisch-deutsches Forschungsprojekt, an dem unter anderem die Universität Würzburg beteiligt ist, untersuchen. Der Grund: Die häufig auftretenden Fehler durch Pflegepersonal in Krankenhäusern. Allein in Deutschland sterben laut der Uni Würzburg im Krankenhaus 17.000 Patienten durch vermeidbare Fehler. In den USA seien solche Behandlungsfehler sogar die dritthäufigste Todesursache. Untersuchungen hätten gezeigt, dass das Pflegepersonal in Krankenhäusern im Schnitt alle drei Minuten bei seiner Arbeit unterbrochen werde.

Ob die Unterbrechungen aber auch tatsächlich zu mehr Fehlern führen, ist den Forschern zufolge noch nicht wissenschaftlich bewiesen. Außerdem wollen die Wissenschaftler die Ursachen für die häufigen Unterbrechungen finden und mögliche Gegenmaßnahmen entwickeln, wie zum Beispiel die Einrichtung "unterbrechungsfreier Zonen".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)