20. November 2013

Krebstherapie muss auch vorbeugend gegen Metastasen kämpfen - fordern Mediziner

Jeder vierte Todesfall geht auf sein Konto: Krebs.

Die große Mehrheit der Erkrankten stirbt dabei aber nicht am Primärtumor, sondern an den Tochtergeschwulsten, an den Metastasen. Deshalb fordern Krebsforscher, mehr dafür zu tun, dass Metastasen gar nicht erst entstehen. Wie das Magazin Technology Review berichtet, gibt es kaum Studien, die Krebsmittel auch auf einen vorbeugenden Effekt testen. Deshalb gebe es auch kaum solche Medikamente. Die ursprünglichen Behandlungen - Chemotherapie und Bestrahlung - wirken meist nicht gegen die Tochtergeschwulste. Denn die unterscheiden sich längst genetisch vom Ursprungstumor.

Auch wenn es kaum Medikamente zur Vorbeugung gibt, Mediziner kennen bereits Wirkstoffe, die einen vorbeugenden Effekt haben sollen: Aspirin soll bei einigen Krebsformen die Ausbreitung der Tumore deutlich verzögern und ein Antikörper gegen Osteoporose soll das Eindringen von Krebszellen in Knochen erschweren. Das weiß man aber nur, weil es rückwirkend bei Menschen entdeckt wurde. Klinische Studien dazu fehlen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)