20. November 2013
Auch wer taub ist, möchte mal Fernseh gucken.
Die deutsche Medienaufsicht kritisiert, dass die Privatsender darauf zu wenig Rücksicht nehmen und zu wenige barrierefreie Sendungen anbieten.
Bei der Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten wurde vor allem die Mediengruppe RTL kritisiert, die keine Sendungen mit speziellen Untertiteln für Hörgeschädigte ausstrahlt. "ProSiebenSat 1" sei da zwar etwas besser. Aber auch dort reiche das Angebot nicht aus.
Im Vorfeld hatten die Landesmedienanstalten die Privatsender aufgefordert, in ihrem Unternehmen mindestens in einem Sender pro Abend Untertitel auszustrahlen.
Dass sie das ignorierten, bedeute, der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung nicht nachzukommen. Zum demokratischen Prozess gehöre es, allen Bürgern den Willensbildungsprozess zu ermöglichen.
Falls die Privatsender nicht reagieren, wollen sich die Landesmedienanstalten für strengere Gesetz einsetzen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)