21. November 2013

Geistige Fitness leidet unter Wirtschaftskrisen

Je besser die Wirtschaftslage in einem Land, desto größer ist die geistige Fitness der Einwohner.

Diese These stellen Wissenschaftler der Universität Luxemburg und der London School of Economics auf. Sie haben Erinnerungstests und Rechenergebnisse von 12.000 Menschen zwischen 50 und 74 Jahren ausgewertet - und die Ergebnisse dann in Zusammenhang gesetzt mit der persönlichen beruflichen Laufbahn und der wirtschaftlichen Entwicklung in den Ländern der Probanden.

Bei Männern waren demnach vor allem die Jahre zwischen 40 und 50 kritisch. Wer in dieser Zeit mehr als vier berufliche Krisen hatte, schnitt bei den Tests als später doppelt so schlecht ab wie jemand ohne Krise. Wer in diesem Alter den Job verliert oder in Teilzeit versetzt wurde, fühlt sich nach Ansicht der Wissenschaftler schnell nutzlos - und so schwinden auch die geistigen Fähigkeiten.

Bei Frauen hatten Krisen vor allem um die 30 großen Einfluss. Die Wissenschaftler erklären das damit, dass es vor allem für junge Frauen schwierig ist, bei einer Wirtschaftskrise wieder beruflich Fuß zu fassen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)