21. November 2013
Die Anleitung lautet: man nehme eine Kakerlake und betäube sie in Eiswasser. Dann schleife man ihren Rücken mit Schleifpapier und klebe einen Chip auf den Panzer. Zum Schluss noch kurz die Flügel zerschneiden und zwei Elektroden anbringen.
Sobald die Kakerlake aus der Betäubung aufwacht, kann man sie einige Minuten lang fernsteuern, zum Beipiel mit einem Smartphone. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, wollen die Entwickler der Cyber-Kakerlake, Backyard Brains, damit Schüler für die Neurowissenschaften begeistern. Tierschützer und Wissenschaftler sind hingegen entsetzt. Der Insektenforscher der Universität Gießen, Andreas Vilcinskas, sagte, auch Insekten würden Schmerzen empfinden. Außerdem bezweifelte er, ob der Kakerlakenroboter Jugendliche für Naturwissenschaften begeistern könne.
Die Firma Backyard Brains verteidigte die Entwicklung, die man zusammen mit zwölf Kakerlaken im Set bestellen kann. Gründer Greg Gage sagte, man bringe Kindern bei, dass diese Kreaturen ein Nervensystem hätten - so wie der Mensch.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)