21. November 2013
Seit Jahren plagt sich Australien mit Kamelen herum.
Wilde Herden ziehen auf der Suche nach Wasser umher, reißen Zäune und Wasserleitungen ein und haben sogar schon mal ein Flugfeld besetzt. Seit einiger Zeit reicht es den Behörden und sie haben die Dromedare zum Abschuss freigegeben. Scharfschützen erschießen die Tiere vom Hubschrauber aus.
Laut der Projektleiterin geschieht das mit "großem Erfolg". In den letzten vier Jahren wurden 160.000 Dromedare getötet und zu Tierfutter verarbeitet. 100.000 weitere sind an einer Dürre gestorben. Noch immer streifen aber 300.000 Kamele umher und erschrecken Menschen in abgelegenen Siedlungen, zum Beispiel wenn sie deren Zisternen von den Dächern holen oder Regenrinnen abreißen.
Die ersten Kamele wurden in den 1840er Jahren nach Australien gebracht und halfen beim Bau einer Telegrafen-Leitung. Als sie niemand mehr brauchte, wurden sie in der Wüste ausgesetzt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)