22. November 2013
Hauptsache, die Leute zahlen ihre Studiengebühren.
Studenten in Nikosia im eurokrisengeplagten Zypern können das künftig statt in Euro auch in Bitcoin erledigen. Die dortige private Uni ist nach eigenen Angaben die erste weltweit, die die virtuelle Währung akzeptiert. Passend dazu kann man sich in Nikosia ab kommendem Sommersemester auch im neuen (englischsprachigen) Master-Studiengang "Digitale Währungen" einschreiben. Der Finanzdirektor der Uni, Christos Vlachos, sagte, digitale Währungen seien eine Entwicklung, die zu revolutionären Veränderungen führen würden. Der neue Studiengang sei interdisziplinär ausgelegt und könne sowohl als Präsenz- als auch als Online-Fern-Studium absolviert werden. Die Hochschule will auch die Regierung des Landes überzeugen, Zypern zu einem Drehkreuz für den Bitcoin-Handel auszubauen.
Bitcoins wurden 2009 erfunden. Ein Programmierer wollte damit eine Währung schaffen, die unabhängig von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten ist. Die maximale Geldmenge ist begrenzt. Der Wechselkurs zu echtem Geld wird täglich errechnet und kann extrem schwanken.
Mittlerweile akzeptieren nicht nur einige Onlineshops Bitcoins, sondern auch Läden in der "echten" Welt. Außerdem gibt es seit Ende Oktober in Kanada einen Geldautomaten, der mit der Währung umgehen kann.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)