22. November 2013
"Das Weiße Haus ersetzt unabhängigen Fotojournalismus mit Regierungspropaganda."
Das werfen Dutzende US-Medienorganisationen der Verwaltung des Weißen Hauses im Allgemeinen und dessen Pressebeauftragten Jay Carney im Besonderen vor. In einem Brief schreiben sie, Journalisten werde regelmäßig verboten, den Präsidenten bei offiziellen Aufgaben zu fotografieren oder zu filmen. Stattdessen verbreite das Weiße Haus eigene Aufnahmen. Das verhindere, dass Medien den Bürgern einen unabhängigen Blick auf die Regierung vermitteln könnten.
Das Weiße Haus kontert: Es sei bei manchen Treffen des Präsidenten eben nicht umsetzbar, unabhängige Journalisten mit im Raum zu haben. Um trotzdem einen Blick "hinter die Kulissen" zu ermöglichen, gebe man über soziale Netzwerke und andere Kanäle Videos und Bilder direkt weiter. Unter anderem waren keine Pressevertreter bei einem Treffen von Barack Obama mit einer pakistanischen Menschenrechtsaktivistin erlaubt, mit palästinensischen und israelischen Vertretern und mit Ex-Außenministerin Hillary Clinton.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)