22. November 2013
Eigentlich brauchen wir das Y-Chromosom gar nicht.
Dieser Satz stammt nicht von einer Feministin, sondern einer Biologie-Professorin. Mit ihren Kollegen hat sie mit Y-Chromosomen von Mäusen experimentiert, also dem Erbgutteil, der Männchen vorbehalten ist. Ergebnis: Die Information des ganzen Y-Chromosoms lässt sich auf zwei Gene reduzieren. Im Fachblatt "Science" schreibt das Team, dass die Mäusemännchen auch mit dieser Minimalvariante noch Kinder zeugen konnten - allerdings nur mit Hilfe im Labor. Von den zwei übrigen Genen war eins zuständig für die Entwicklung des Embryos zum Männchen und eins für die Produktion einfacher Spermien.
Die Forscherin räumt laut der "BBC" ein, dass die Ergebnisse nicht direkt auf den Menschen übertragen werden können. Trotzdem sei es wahrscheinlich möglich, das Y-Chromosom irgendwann zu ersetzen. Ziel der Experimente war aber nicht, alle Männer loszuwerden, sondern Unfruchtbarkeit wegen Fehlern auf dem Y-Chromosom zu behandeln.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)