22. November 2013
Bespitzeln ist keine einfache Angelegenheit - schon gar nicht, wenn man die Sprache des Überwachten nicht kennt.
Das Problem haben viele Geheimdienstmitarbeiter in China. In dem Land gibt es viele ethnische Gruppen und damit auch Sprachen und Dialekte. Wie die Zeitung "South China Morning Post" berichtet, sind aber selbst in Regionen wie Tibet oder dem muslimischen Nordwesten die meisten Behördenvertreter Han-Chinesen - und die sprechen meist nur das Hochchinesisch Mandarin. Laut dem Artikel gibt es aber schon eine revolutionäre Lösung für das Problem: Ein neues Cyberspionageprogramm kann jetzt auch Sprachen von Minderheiten. Damit würden Telefonate, Online-Nachrichten und sogar in Bildern versteckte Texte automatisch gescannt und übersetzt. Die "South China Morning Post" schreibt, derzeit seien hunderttausende Angestellte von Behörden damit beschäftigt, die Kommunikation im Netz zu durchkämmen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)