25. November 2013

Rückspiegel: Vor 40 Jahren gab es den ersten autofreien Sonntag in der Bundesrepublik

In unserer Rubrik "Rückspiegel" klären wir, warum die Autobahnen und Bundesstraßen am 25. November 1973 wie leer gefegt waren.

Heute vor 40 Jahren veranlasste die Ölkrise die Bundesrepublik zu einem ungewöhnlichen Schritt. Damals gab es den ersten autofreien Sonntag. Die Organisation der Erdöl exportierenden Länder, kurz OPEC, hatte die Fördermenge gedrosselt - als Reaktion auf den "Jom-Kippur Krieg". "Jom Kippur" ist der höchste jüdische Feiertag. Genau an diesem Tag hatten Syrien und Ägypten überraschend Israel angegriffen. Die israelfreundliche Haltung des Westens ging den OPEC-Staaten gegen den Strich. Sie setzten das Erdöl-Embargo als Druckmittel ein. Konsequenz: Der Ölpreis stieg rasant an.

Die Ölkrise machte die Abhängigkeit der Industriestaaten von der fossilen Energie deutlich. In der Bundesrepublik wurde an vier Sonntagen ein Fahrverbot verhängt, um Öl einzusparen. Diese Maßnahme hatte vor allem symbolischen Charakter. Nach dem Embargo wurden in Deutschland strategische Ölreserven angelegt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)