25. November 2013
Die meisten Marken in Deutschland haben keine Identität.
Diese These vertritt Christoph Burmann von der Universität Bremen. Der Betriebswirt schreibt in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", laut seiner Studie sähen die Mehrzahl der Befragten keinen Unterschied zwischen ihrer Marke - also dem Auto, das sie gerade fahren oder dem Pulli, den sie tragen - und den übrigen Konkurrenzmarken. Das sei aus Sicht der Unternehmen fatal, urteilt Burmann, denn Identität sei die Voraussetzung für das Vetrauen von Kunden. Und ohne Vetrauen gebe es kein Geschäft.
Nach Einschätzung Burmanns helfen das Internet und die sozialen Medien nicht, mehr Vetrauen zu schaffen. Im Gegenteil: Marken müssten sich so gegen deutlich mehr Wettbewerber durchsetzen, weil im Netz viel mehr Marken für den Kunden erreichbar seien.
Der Experte rät Unternehmen deshalb, genau zu gucken, wo Kunden mit ihrer Marke in Berührung kommen um Marketinginstrumente dann konkreter und zielgerichteter nutzen zu können.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)