25. November 2013
In unsere Serie Apotheke aus dem Meer" geht es heute um das Gift einer Meeresschnecke, das womöglich gegen Schmerzen helfen kann.
Mit einer Giftharpune greift die Kegelschnecke Fische an, die auf ihrem Speiseplan stehen. Die Fische sind dann sofort gelähmt und die Schnecke macht sich über die Beute her. Was dem Meerestier eine Mahlzeit verschafft, könnte auch Patienten mit chronischen Schmerzen helfen. Denn das Nervengift der Schnecke kann in kleinsten Mengen die Signalübertragung zwischen Nervenzellen unterbrechen. Dann kann das Schmerzempfinden nicht mehr im Gehirn ankommen. Damit könnten sich neue Schmerzmittel entwickeln lassen, die laut den Forschern nicht abhängig machen würden. Doch es gibt auch Nachteile. Der Stoff baut sich sehr schnell im Körper ab. Um ihn stabiler zu machen, forschen Wissenschaftler aus Bonn, Darmstadt und Jena an einer künstlichen Variante. Bis Patienten davon profitieren könnten, wird es aber wohl noch Jahre dauern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)