25. November 2013
Es blubbert gewaltig in der Ostsibirischen See.
Und die Luftblasen sind gefährlich - fürs Klima. Es ist nämlich Methan, was aus dem arktischen Ozean herausblubbert und den Klimawandel beschleunigt. Wissenschaftler aus Alaska haben herausgefunden, dass dort viel mehr Methan entweicht als bisher gedacht. Sie haben den Methanausstoß zum ersten Mal gemessen und rechnen hoch, dass jährlich 17 Millionen Tonnen entweichen.
Bevor es entweicht, ist das Methan in den Permafrostböden oder als Hydrat gebunden. Weil die Temperatur des Meerwassers in Ostsibirien in den letzten 14 Jahren im Schnitt um ein halbes Grad gestiegen ist, tauen die Permafrostböden schneller auf als früher und mehr Methan entweicht. Zusätzlich beschleunigt wird dieser Prozess von heftigen Stürmen, die im Schnitt an mindestens einem Tag in der Woche über die ostsibirische Küste fegen.
Die Studie ist im Journal "Nature Geoscience" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)