25. November 2013
Das Panorama des Grand Canyons ist nicht nur gut für ein tolles Urlaubsfoto.
Es lässt uns auch in Ehrfurcht erstarren und das wiederum führt dazu, dass wir eher an Gott oder irgendetwas anderes Überirdisches glauben. Diese These vertreten kalifornische Wissenschaftler. In einer Studie zeigten sie Versuchspersonen Dokumentationen mit imposanten Naturschauspielen. Eine Kontrollgruppe musste sich Videos mit Nachrichteninterviews ansehen. Danach wurden die Teilnehmer gefragt, ob sie glaubten, dass die Welt nach dem Plan Gottes oder einer übergeordneten Macht funktioniere. Die Personen, die die beeindruckenden Naturbilder gesehen hatten, glaubten eher an Übernatürliches als die anderen.
Für die Forscher hat das Ergebnis auch eine gewisse Ironie: Wir schauen uns Dinge an, die erwiesenermaßen von der Natur geschaffen wurden. Und genau das führt dazu, dass wir an eine übergeordnete Kraft glauben.
Die Studie ist in der Fachzeitschrift Psychological Science erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)