25. November 2013
Die politisch unklare Zukunft der Türkei in der EU schadet der türkischen Wirtschaft und auch der EU selbst.
Der Meinung ist der Leiter des ifo-Zentrums für Außenwirtschaft, Erdal Yalcin. Er empfiehlt der Europäischen Union, den türkischen Status endlich zu klären. Aus Sicht des ifo-Instituts muss die EU schnell entscheiden, ob die Türkei in den nächsten Jahren Vollmitglied werden kann oder einen anderen Status erhält.
Denn ihr aktuelles Wirtschaftsabkommen mit der EU, das so genannte Ankara-Protokoll, benachteilige die Türkei: Wenn die EU neue Freihandelspartner bekommt, wie vielleicht bald die USA, muss auch die Türkei für diese Länder ihren Markt öffnen. Im Gegenzug bekäme die Türkei, weil sie kein EU-Vollmitglied ist, aber nicht den gleichen Marktzugang zu den USA.
Die Türkei verkauft momentan 39 Prozent ihrer Exporte in EU-Länder und ist gleichzeitig für EU-Unternehmen mit fünf Prozent Exportvolumen fünftgrößter Absatzmarkt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)