26. November 2013
Wer gegen Keuchhusten geimpft ist, bekommt die Krankheit nicht. Aber vielleicht kann er sie dennoch übertragen?
Das vermuten US-Wissenschaftler. Wie sie im Fachmagazin "PNAS" schreiben, zeigte eine kleine Studie an Affen, dass Tiere, die mit gängigen Mitteln geimpft waren, zwar gesund blieben. Sie konnten den Erreger aber an ihre Artgenossen weitergeben. Die Forscher sehen darin einen möglichen Grund für die derzeit vielen Keuchhusten-Fälle in den USA. Sie fordern, bessere Impfstoffe gegen Keuchhusten-Bakterien zu entwickeln.
Experten des Paul-Ehrlich-Instituts in Hessen kritisieren die Studie aber. Sie habe nicht viel Aussagekraft, weil es nur eine kleine Anzahl an Versuchstieren gab. Das Institut sieht deshalb keinen Anlass, die Impfempfehlungen für Deutschland zu ändern oder zu prüfen, ob die aktuellen Impfstoffe wirklich effektiv sind.
Keuchhusten wird durch Bakterien mit Namen Bordetella pertussis verursacht. Die Krankheit mit besonders starkem Reizhusten dauert unbehandelt bis zu drei Monate. Seit den 60er Jahren wird in Deutschland gegen Keuchhusten geimpft.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)