26. November 2013

IT-Blogger Fefe: Europäisches Internet wäre nur als Open-Source-Projekt sicher

Mit der US-Spionage-Affäre ist der Vorschlag aufgekommen, ein europäisches Internet aufzubauen.

Der IT-Sicherheitsberater und Blogger Felix von Leitner (alias "Fefe") hält das jedoch nicht für die Lösung. Er schreibt in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", auch ein nationales Netz sei kein Mittel gegen Spionage. Und ein EU-weites Großprojekt führe eher zu einer Zentralisierung der Abhörmöglichkeiten. Stattdessen schlägt von Leitner vor, eine Art europäisches "Silicon Valley" zu fördern. Viele kleine Firmen sollten gemeinsam eine europäische Open-Source-Infrastruktur aufbauen. Alle Elemente sollten unabhängig, überprüfbar und kostenlos sein. Man könnte sogar ein Gesetz einführen, das dazu verpflichte, gefundene Sicherheitslecks den Projektbetreibern zu melden.

Was würde das kosten? Der IT-Experte meint, dafür würde in den nächsten zehn bis 15 Jahren jeweils ein jährliches Budget von hundert Millionen Euro reichen. Das sei weniger, als alleine Deutschland für seinen Bundesnachrichtendienst ausgebe.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)