26. November 2013
Krieg macht krank.
Dass ein Einsatz in Krisengebieten Bundeswehrsoldaten psychisch stark belastet, ist bekannt. Die TU Dresden veröffentlicht dazu heute eine neue Studie. Eine Erkenntnis: Jeder fünfte deutsche Soldat geht den Forschern zufolge bereits mit einer psychischen Vorerkrankung in den Auslandseinsatz. Das könnten zum Beispiel Depressionen, Alkoholmissbrauch oder Angsstörungen sein.
Wenn die nicht erkannt sind, erhöht das das Risiko um das Vier- bis Sechsfache, mit einer psychischen Erkrankung aus dem Auslandseinsatz zurückzukehren.
Die gute Nachricht: Die Anzahl der Vorerkrankungen bei den Soldaten liegt den Wissenschaftlern zufolge unter dem Bundesdurchschnitt.
Für die Studie wurden 2.500 deutsche Soldaten befragt und 621 Soldaten der internationalen Afghanistan-Schutztruppe ISAF untersucht - unmittelbar vor und im Durchschnitt ein Jahr nach dem Einsatz in Afghanistan.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)