26. November 2013
Erst musste die Haifischflossensuppe dran glauben, nun sind die prunkvollen Amtssitze dran.
Die chinesische Regierung will nach dem Verbot großer Bankette nun auch alle Gebäude beschlagnahmen, die nicht den offiziellen Richtlinien entsprechen. Die Amtssitze, die die Vorgaben in punkto Größe oder Baukosten überschreiten, sollen entweder vermietet oder komplett versteigert werden. Außerdem sollen aktuelle Bauarbeiten gestoppt werden, wenn die Baustellen nicht offiziell inspiziert worden sind. Vor allem in den Regionen weit weg von Peking treibt die Baukunst der lokalen Regierungsvertreter manchmal ganz wundersame Blüten: So gibt es etwa Amtssitze, die dem Weißen Haus oder dem Schloss Versailles nachempfunden sind. Die Aktion ist Teil einer groß angelegten Kampagne des neuen Staatschefs Xi Jinping gegen die Verschwendung von Staatsgeldern. Gestern wurde eine endgültige Liste mit allen neuen Regeln verabschiedet, die allerdings noch nicht offiziell veröffentlich wurde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)