26. November 2013
Paare, die sich für eine künstliche Befruchtung entscheiden, erleben häufig Rückschläge.
Z.B. wenn befruchtete Eizellen sich im Reagenzglas anfangen zu teilen und der Frau eingesetzt werden - dann aber doch absterben und sich nicht einnisten. Wissenschaftler aus Australien haben jetzt einen Weg gefunden, um besser vorherzusagen, welche Zellen es schaffen können.
Die Forscher der Monash Universität haben ganz frühe Embryozellen bei ihrer Teilung beobachtet. Kurz bevor aus acht Zellen 16 werden, passiert etwas Erstaunliches. Die Embryozellen verformen sich. An ihrer Außenhülle wachsen winzige Ärmchen heraus. Sie verhaken sich miteinander und ziehen die Zellen in die Länge. Danach nehmen die Zellen wieder ihre rundliche Form an und teilen sich. Die Forscher sind sich sicher: Die Zellen überleben in der Regel nur dann, wenn die Verformung ohne Probleme stattfindet. Bei einer künstlichen Befruchtung sollten also in Zukunft nur noch solche Zellen der Frau eingepflanzt werden, die sich verformt haben.
Die Studie ist erschienen in der Fachzeitschrift "Nature Cell Biology".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)