26. November 2013
Hakenwürmer sind fiese Tierchen.
Sie nisten sich in den Eingeweiden ein und saugen dort das Blut ihres Wirts aus den Darmzotten. Knapp eine Milliarde Menschen weltweit sollen von Hakenwürmern befallen sein. Als Gegenmittel bekommen Patienten bisher Medizin, die eigentlich für Nutztiere wie Kühe entwickelt wurde.
Forscher der Universität von Kalifornien in San Diego sind dabei, ein für Menschen bekömmlicheres Wurmgift zu entwickeln. Den Durchbruch versprechen Bakterien, die normalerweise für japanische Bohnengerichte verwendet werden. Dort sorgen die Darmbakterien dafür, dass die Bohnen gären und sich eine schleimige Pampe bildet. Bei den Versuchen gegen die Hakenwürmer haben die Wissenschaftler die Bakterien gentechnisch verändert. Sie wurden dann Hamstern verabreicht. Die hatten die Würmer im Darm. Nach fünf Tagen waren die Hamster wurmfrei. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Menschen die gentechnisch veränderte Variante der Bakterien genauso gut vertragen wie die natürliche Art in der japanischen Bohnenpampe.
Eine Zusammenfassung der Ergebnisse findet ihr auf der Homepage der Zeitschrift "New Scientist".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)