27. November 2013
Das hat man in den Genen.
Dieser Spruch sagt sich so daher. Er stimmt aber womöglich, was den Hang zu Schizophrenie und Depressionen angeht. Israelische und US-amerikanische Forscher haben nach einer Aussage ein Gen ausgemacht, das diese psychischen Erkrankungen wahrscheinlicher macht. Die Chance, unter Schizoprenie oder Depressionen zu leiden, soll dann um 40 Prozent höher liegen.
Untersucht haben die Forscher 2.500 Juden mit Wurzeln in Osteuropa. Sie schauten sich gerade diese Bevölkerungsgruppe an, weil sie genetisch sehr homogen ist. Unter den Testpersonen waren 1.000 psychisch krank und 1.500 gesund. So konnten die Wissenschaftler das Gen auf dem vierten Chromosom identifizieren. Danach haben sie ihre Tests mit Menschen aus unterschiedlichen Weltgegenden wiederholt, mit tendentiell ähnlichen Ergebnissen - allerdings waren sie dort nicht so deutlich.
Ihre Studie haben die Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem und des New Yorker Feinstein Institute for Medical Research in der Fachzeitschrift "Nature Communications" veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)