27. November 2013
Seepferdchen sind extrem langsam.
Überleben können sie nur, wenn sie sich ihrer Beute auf einen Millimeter nähern können, ohne dabei bemerkt zu werden. Forscher der Universität Austin in Texas wollten wissen, wie genau die Seepferdchen das schaffen. Die Antwort: Ihr Kopf funktioniert wie eine Art Tarnkappe.
Das liegt an der Kopfform. Die ist so angepasst, dass das Wasser um den Kopf herum komplett ruhig bleibt und nicht aufgewirbelt wird. Das ist besonders wichtig, weil die Beute, der Seepferdchen, z.B. kleine Krebse, auf die kleinste Wasserbewegung reagiert. Die Forscher haben Zwergseepferdchen beim Jagen gefilmt und dreiminensional am Computer rekonstruiert. Gleichzeitig haben sie die Wasserströmung rund um die Schnauze gemessen. Schaffen die Seepferdchen es unbemerkt an ihre Beute heran, dann ist fast jeder Angriff erfolgreich.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)