27. November 2013
Die italienische Insel Lampedusa versinkt in einem Büchermeer.
Eine makabere Geschichte, über die die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Vor zwei Jahren erfuhr eine Bibliothekarin aus Rom, dass es auf der Insel Lampedusa weder einen Buchladen, noch eine Bibliothek gibt - weder für die Einwohner noch für die Flüchtlinge, die regelmäßig auf der Insel stranden. Sie warb für eine Inselbibliothek. Der Aufruf wurde online veröffentlicht und seitdem schicken Menschen aus aller Welt ihre Bücher nach Lampedusa.
Die "SZ" schreibt, dass sich mittlerweile überall Bücherkisten stapeln - obwohl es noch keinen Platz gebe, an dem sie untergebracht werden könnten. Auch Leser sind gerade nicht so viele da: Wegen der Herbststürme kommen gerade kaum Flüchtlinge übers Meer. Die Insel hofft, dass sie eine Bücherei hat, bevor der nächste Flüchtlings-Ansturm kommt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)