27. November 2013

Software soll bei der Entwicklung von Medikamenten helfen

Diese Software soll Wissenschaftlern eine Menge Arbeit abnehmen.

Bis ein Medikament entwickelt ist, müssen Forscher viel Zeit aufwenden, um Fachliteratur zu durchforsten und Laborexperimente zu machen. Das Fachmagatzin "Technology Review" berichtet über eine neue Software, die selbständig wissenschaftliche Aufsätze in Massen lesen und analysieren soll. Entwickelt wurde sie von Experten des IT-Konzerns IBM gemeinsam mit Wissenschaftlern des Baylor College of Medicine in Texas.

Bei einem Versuch wertete das Programm laut Bericht 60.000 Papiere aus. In allen ging es um Enzyme, die beim Wachstum von Krebszellen eine Rolle spielen - sogenannte Kinasen. Das Programm verdichtete die Aufsätze so, dass es mögliche weitere Kinasen fand, die vorher nicht bekannt waren. Der Pharmakologe Laurence Hunter glaubt, solche Programme könnten die Wissenschaft wirklich schneller machen. Laut Hunter verschwenden die Forscher allein deshalb viel Zeit im Labor, weil sie nicht jedes Detail der Fachliteratur kennen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)