27. November 2013

Südafrikanische Gottesanbeterin lockt mit Duftstoffen und tötet

Wer sich auf diese Affäre einlässt, stirbt.

Früher lebten die neuseeländischen Gottesanbeterinnen untereinander relativ friedlich; anders als bei anderen Arten waren die Männchen noch nicht mal gefährdet, nach dem Sex gefressen zu werden. Aber schon seit Ende der 70er Jahre breitet sich in Neuseeland immer mehr die südafrikanische Gottesanbeterin aus und verdrängt die einheimische Art. Nur wie diese Übernahme funktioniert, war bisher nicht klar.

Jetzt haben Forscher aus Auckland in Versuchen festgestellt: Das Ganze hat mit Sex zu tun. Die Weibchen der südafrikanischen Art riechen so unwiderstehlich, dass die einheimischen Männchen ihre eigenen Frauen links liegen lassen. Allein das könnte laut den Wissenschaftlern schon ausreichen, um die neuseeländische Art auszudünnen, aber der Prozess geht noch weiter. Haben sich die Männchen einmal auf die fremden, gut riechenden Weibchen eingelassen, werden sie gefressen. Dadurch gibt es nicht nur einen Männermangel. Durch die Zusatznahrung hat das Weibchen nochmal mehr Energie, um seine Ausbreitung voranzutreiben.

Die Forscher veröffentlichten ihre Erkenntnisse im Fachmagazin "Biology Letters" .

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)