28. November 2013
Vor 25 Jahren wurde er stillgelegt - der Atomreaktor in Hamm in Nordrhein-Westfalen.
Zwei Jahre vorher waren aus der Versuchsanlage geringe Mengen Radioaktivität ausgetreten.
Noch heute interessiert viele Menschen in der Region: Ist seitdem die Krebshäufigkeit gestiegen? Das Landesumweltministerium gibt jetzt Entwarnung - und das obwohl bei Frauen im Vergleich zu anderen Regionen 64 Prozent mehr Fälle von Schilddrüsenkrebs festgestellt wurden.
Experten vermuten, dass der Effekt möglicherweise auf vermehrte Vorsorge-Untersuchungen verunsicherter Menschen um Hamm zurückgeht. Umweltminister Johannes Remmel sagte, es gebe keine Hinweise, dass der Atomreaktor Verursacher ist, weil typische Strahlenkrebsarten fehlten und die Schilddrüsenkrebs-Rate bei Männern unaufällig seien.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)