28. November 2013
Das Zitat des Tages lautet: "Als Kanzler einer großen Koalition muss man manches, was man gerne sagen möchte, bei sich behalten."
Diese Aussage wird dem früheren Bundeskanzler Georg Kiesinger zugeschrieben. Der 1904 in Ebingen geborene Jurist war der erste Regierungschef der Bundesrepublik, der eine große Koalition aus CDU, CSU und SPD führte. Nach einer Regierungskrise und dem Rückzug der FDP-Minister wurde der Christdemokrat Nachfolger von Ludwig Erhard und am 1. Dezember 1966 zum neuen Bundeskanzler gewählt. Umstritten waren in seiner Amtszeit vor allem die 1968 verhängten Notstandsgesetze gegen die außerparlamentarische Opposition in der Zeit der Studentenproteste.
Kiesinger selbst stand immer wieder in der Kritik wegen seiner Rolle während der Nationalsozialistischen Herrschaft. Kiesinger hatte eitete als Abteilungsleiter im Reichsaußenministerium gearbeitet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)