28. November 2013
20 Millionen Kinder unter fünf Jahren gelten als lebensgefährlich unterernährt.
Vielen von ihnen hilft die UNO und hat dafür Behandlungsrichtlinien aufgestellt. Zuletzt wurden die Regeln 1999 überarbeitet - jetzt ist es wieder soweit.
Die neuen Standards zeigen ein Umdenken in verschiedenen Punkten. So empfiehlt die UNO nicht mehr, unterernährte Kinder auf jeden Fall im Krankenhaus zu behandeln. Die Therapie zuhause im Kreis der Familie sei sogar besser - unter anderem weil es keine Gefahr gebe, sich mit Krankenhauskeimem anzustecken. Neu ist auch, dass nicht mehr alle Kinder standardmäßig mit Antibiotika behandelt werden sollen - wegen der sich ausbreitenden Resistenzen.
Früher wurden unterernährte Kinder nicht auf HIV getestet. Das ändert sich ab sofort - weil die Verfügbarkeit der Tests nicht mehr so ein Problem wie früher ist und sich gezeigt hat, dass eine sehr frühe medikamentöse Behandlung gute Ergebnisse bringt.
Zum ersten Mal hat die UNO auch Richtlinien für unternerährte Kinder unter sechs Monaten aufgestellt. Demnach ist bei ihnen das Beste, sie mit Muttermilch aufzupäppeln und nicht mit Fertigmilch.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)