28. November 2013
CO2 schadet nicht nur der Luft, es macht auch die Weltmeere sauer.
Seeigel können dann zum Beispiel nicht mehr so gut verdauen und auch kalifornische Rotbarsche verändern sich. Forscher der Universität Edmonton in Kanada haben herausgefunden, dass sie ängstlicher werden. Wie sie in einem Fachblatt berichten, haben die Wissenschaftler in ihren Experimenten eine Gruppe Rotbarsche in ein Becken mit normalem Meerwasser gesetzt, und eine andere in einen Tank mit saurem Wasser - also Wasser das mit CO2 angereichert wurde, und zwar so stark, wie es schon Ende des Jahrhunderts der Fall sein könnte.
Die Fische, die sieben Tage lang, im sauren Wasser schwammen, fingen an, sich förmlich in die dunklen Bereiche des Beckens zu verkriechen und Licht zu meiden. Die Wissenschaftler werteten das als ein Zeichen dafür, dass die Fische ängstlicher geworden sind. Dieses Verhalten änderte sich erst nach zwölf Tagen, als die Fische aus dem sauren in normales Meerwasser umgesetzt wurden.
Die Forscher erklären das so: das saure Wasser hemmt im Gehirn vermutlich einen Botenstoff, der normalerweise Angst reduziert. Sie warnen auch davor, dass der CO2-Ausstoß der Menschen starke Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem der Meere haben könnte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)