28. November 2013
Er durfte nicht spielen. Er bekam kein Gehalt. Er durfte aber auch nicht weg.
Anderthalb Jahre saß ein französischer Fußball-Profi im Golf-Emirat Katar fest. Heute endlich ließen die katarischen Behörden Zahir Belounis ausreisen. Er flog nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP am Vormittag nach Paris.
Dass Belounis so lange in Katar festsaß, hat mit einem umstrittenen Bürgschaftssystem zu tun. Damit er als Ausländer in Katar spielen durfte, musste sein Arbeitgeber, also sein Verein, für ihn bürgen. Im Gegenzug hatte er seinen Pass abgeben müssen. Als er sich dann mit seinem Klub vor Gericht stritt, weigerte sich der Verein, ihm den Pass zurückzugeben. Belounis konnte das Land nur verlassen, weil sich der Internationale Gewerkschaftsbund für ihn eingesetzt hatte. Das Problem mit den Pässen haben in Katar nicht nur Fußballer, sondern auch hunderttausende Gastarbeiter aus armen Ländern. Viele von ihnen arbeiten gerade auf Baustellen für die Fußball-Weltmeisterschaft in neun Jahren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)