29. November 2013

Fadenwürmer-Männchen verkürzen Leben von Wurmpartnern

Bringt sie der Sex um oder gibt es einen anderen Grund?

Das haben sich Biologen schon länger gefragt, wenn es um bestimmte Wurmarten und Fliegen ging. Bei denen hatte man beobachtet, dass Weibchen und Zwitter schneller sterben, wenn Männchen in der Nähe sind. Die These, dass das am Sex selbst liegt, der für sie so anstrengend ist, haben Forscher der Uni Stanford jetzt widerlegt.

Im einer Online-Vorab-Version ihres Artikels für das Fachmagazin "Science" berichten sie, dass die Männchen bei einer Fadenwurm-Art gezielt Stoffe abgeben, die ihren Mitwürmern schaden. Bei den Populationen sind normalerweise weniger als ein Prozent Männchen, der Rest Hermaphroditen. Die können sich zwar selbst befruchten, tauschen ihre Gene aber lieber mit Männchen aus. Die Männchen sondern aber Stoffe ab, die die Zwitter schneller altern und verfallen lassen. Die Forscher vermuten, dass damit sichergestellt werden soll, dass die Zwitter nicht noch von anderen Männchen befruchtet werden. Nachdem sie ihre Eier abgelegt haben, würden sie für die Aufzucht sowieso nicht mehr gebraucht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)