29. November 2013

Rätselraten über Isons Schicksal

Die einen drücken noch die Daumen, die anderen haben keine Hoffnung mehr.

Die Astronomen sind noch geteilter Meinung, ob Komet Ison seinen Vorbeiflug an der Sonne überstanden hat oder nicht.

Die Chefin des Bochumer Uni-Planetariums, Susanne Hüttemeister, hat aktuelle Aufnahmen von Sonnensonden studiert und meint, ein Bruchteil des Kometen habe offenbar überlebt.

Ein Kometenexperte der Europäischen Weltraumorganisation ESA ist dagegen skeptischer: Er geht davon aus, dass Ison zerstört wurde. Was noch zu sehen sei, sei wahrscheinlich nur noch Staub.

Endgültige Gewissheit wird es wahrscheinlich in spätestens zehn Tagen geben. Falls der Komet überlebt hat, müsste er auf der Nordhalbkugel mit bloßem Auge oder Fernglas zu sehen sein.

Der Komet hatte Forscher fasziniert, weil sein Ursprung mehr als 4,5 Milliarden Jahre bis in die Anfänge des Sonnensystems zurückreicht. Er war mit 440.000 Kilometern in der Stunde Richtung Sonne gerast und hatte sich zuletzt stark erhitzt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)