2. Dezember 2013

Mäuse vererben Ängste an Kinder weiter

Dass ein bestimmter Geruch eine Gefahr bedeutet - kann man von Mensch zu Mensch einfach weitererzählen.

Mäuse können diese Information offenbar auch genetisch weitergeben. Wissenschaftler aus Atlanta haben das mit Kirschduft getestet. Dazu haben Sie männliche Mäuse mit Elektroschocks darauf trainiert, den Duft von Kirschblüten zu fürchten. Später durften sich die trainierten Mäusemänner paaren. Ergebnis: Auch ihre Mäusekinder reagierten später verängstigt, wenn sie das erste Mal Kirschduft rochen. Andere Gerüche lösten dagegen keine Reaktionen aus. Etwas schwächer trat die Angst vor dem Kirschblütenduft sogar noch bei ihren Enkeln auf.

Die Forscher schreiben in einem Fachmagazin, dass für die Vererbung der Angst eine epigenetische Veränderung des Erbgutes in den Spermien der Mäusemännchen verantwortlich ist. Das bedeutet, dass die Informationen über chemische Veränderungen an der Oberfläche der DNA weitergegeben werden. Der genetische Code selbst wird dabei nicht verändert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)