2. Dezember 2013
Wozu Telefonbücher alles gut sein können - für eine Namensforscherin aus Freiburg sind sie die Basis ihrer Forschung.
Sie hat mit Hilfe eines acht Jahre alten Telefonbuchs die Namensverteilung in Deutschland untersucht. Und zwar, weil sich damit ein fast vollständiges Namensbild Deutschlands ergebe, denn 2005 hatten noch 92 Prozent aller Haushalte einen Festnetzanschluss bei der Telekom.
Eine Erkenntnis ihrer Telefonbuch-Studie: Der Nikolaus hat bundesweit fast 300.000 Namensvetter. Darunter sind auch solche, die sich seit dem Mittelalter von Nikolaus abgeleitet haben, und heute kaum noch danach klingen. Laut der Germanistin stammen zum Beispiel Klaus, Klose, Großklaus und Klages vom Nikolaus ab.
Eine weitere Erkenntnis der Studie: Die Deutschen sind nicht besonders mobil. Häufig leben 80 Prozent aller Personen mit dem gleichen Familiennamen in einer eng begrenzten Region.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)