2. Dezember 2013

Präzise und schnell: Wahlbeobachtung per SMS

In Deutschland wirkt die SMS ja schon manchmal wie vom Aussterben bedroht.

In Afrika erlebt sie dagegen gerade einen Boom - jedenfalls in der Wahlbeobachtung. Nichtregierungsorganisationen preisen sie nämlich als Mittel, um Unregelmäßigkeiten bei Abstimmungen schon im Keim zu ersticken.

Das System wurde in drei afrikanischen Ländern getestet. Wurden Stimmzettel in einzelnen Bezirken gefälscht oder Wähler unter Druck gesetzt, simsten die Wahlbeobachter das sofort an die Zentrale. Dort landete die Informationen als Symbol auf einer regelmäßig aktualisierten Karte im Netz. Und Wahlhelfer konnten das Problem sofort angehen. Früher dauerte es dagegen oft Wochen, bis die Berichte der Beobachter veröffentlicht wurden. Da hatten die Verlierer das Ergebnis dann aber oft schon angefochten, nicht selten mit Gewalt.

Aus Sicht von Nichtregierungsorganisationen trägt die SMS deshalb dazu bei, Unruhen zu verhindern und das Vertrauen der Wähler in die Demokratie zu stärken.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)