2. Dezember 2013
Im Iran zur politischen Elite zu gehören, hat auch ganz banale Vorteile.
Zum Beispiel kann man sich bei Twitter und Facebook registrieren - auf Seiten also, zu denen der normalsterbliche Iraner keinen Zugang hat, weil sie von den Behörden blockiert werden. Der Kulturminister, der Außenminister und Präsident Hassan Rohani höchstpersönlich haben also einen Account - und sind dafür nun vom Polizeipräsidenten des Landes gerüffelt worden.
Manche Politiker überträten da gerade eine rote Linie, kritisierte der oberste Polizist des Iran. Und die Justizbehörde erinnerte daran, dass gerade über Facebook schon oft Korruption, Prostitution und moralische Verfehlungen propagiert worden seien.
Dennoch gibt es Hoffnungen, dass die Internet-Blockade im Iran gelockert wird. Präsident Rohani hat sich mehrfach dafür eingesetzt - bestimmt auch schon auf Twitter.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)