2. Dezember 2013
Wenn die Polizei in Island mal ausrückt, dann geht's meistens um kleinere Dinge.
Geschossen wird dort nur selten, denn das Land hat eine der niedrigsten Kriminalitätsraten der Welt. Jetzt hat die Polizei aber erstmals in der Geschichte des Landes einen Menschen erschossen. Polizeichef Haraldur Johannessen sprach von einem beispiellosen Vorfall in Island.
Das Opfer ist ein alleinstehender Mann im Alter von knapp 60 Jahren, der letzte Nacht in Reykjavik mit einem Jagdgewehr aus seinem Wohnungsfenster herausschoss. Die Polizei versuchte Kontakt zu ihm aufzunehmen und warf Gasgranaten. Als der Mann nicht aufhörte, stürmten Polizisten die Wohnung. Zwei Beamte wurden getroffen, woraufhin das Einsatzkommando den Mann anschoss und dabei tödlich verletzte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)