3. Dezember 2013
Bei Katastrophen oder Anschlägen mit vielen Verletzten dauert es oft lange, bis alle versorgt sind - obwohl jede Sekunde entscheidend sein kann, auch bei der Kommunikation der Rettungskräfte untereinander.
Dafür hat das Fraunhofer-Institut in Sankt Augustin jetzt eine neue Methode entwickelt. Bisher hängen Rettungskräfte den Opfern bei der so genannten Erstsichtung oft farbige Pappkarten um, wenn sie sich einen ersten Überblick verschaffen. Je nach Grad der Verletzung sind die Karten grün, gelb, rot oder schwarz. Auf ihnen können noch Puls oder Atemfrequenz notiert werden. Ein Problem ist, dass die Karten leicht kaputt gehen, zum Beispiel durch starken Regen.
Bei der neuen Methode des Fraunhofer-Instituts benutzen die Rettungskräfte Armbänder in den selben Signalfarben - allerdings elektronische, mit denen die Verletzten auch per GPS geortet werden können. Die Sensoren können außerdem Puls und andere aktuelle Daten aufzeichnen und an die Einsatzleitung übertragen. So können die Rettungskräfte besser koordiniert werden.
Das Ganze wird im EU-Projekt "Bridge" gefördert, mit 13 Millionen Euro.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)