3. Dezember 2013
Abgase von veralteten Autos in den Millionenstädten Lagos oder Abidjan verändern das Klima in Westafrika - und damit vielleicht auch unser Wetter.
Ein Forschungsprojekt der EU soll herausfinden, wie solche von Menschen verursachten Emissionen mit natürlichen Prozessen zusammenwirken. Wie das Karlsruher Institut für Technologie mitgeteilt hat, stehen dafür knapp neun Millionen Euro zur Verfügung. Die Forscher wollen sich vor allem Aerosole anschauen, also ein Gemisch von Gasen und festen oder flüssigen Schwebeteilchen. Sie beeinflussen die Wolkenbildung.
Ein beteiligter Klimaforscher vermutet, dass sich eine verstärkte Wolkenbildung auf das gesamte Monsunsystem auswirkt. Dort nähmen viele der Störungen ihren Anfang, die dann in der Karibik zu Wirbelstürmen werden könnten. Auch das Wetter in Europa könnte von atmosphärischen Wellen beeinflusst werden, die in Westafrika entstünden.
An dem Projekt (das DACCIWA abgekürzt wird) beteiligen sich unter anderem Forscher aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz, Ghana und Nigeria. Sie wollen erstmal Daten sammeln - mit Satelliten, Flugzeugen und Messinstrumenten am Boden - und diese Informationen dann für die Entwicklung von Klimamodellen verwenden. Damit könnten zum Beispiel schwere Monsunregenfälle oder langfristige Klimaveränderungen besser als bisher vorhergesagt werden.
## Internet- [Projekt-Website](http://dpaq.de/3Q1zt)- [Pressemitteilung KIT](http://dpaq.de/4J7iE)
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)