3. Dezember 2013
Lange haben Wissenschaftler gerätselt und gehofft, aber inzwischen mussten sie den Kometen ISON "für tot erklären".
Denn der Schweifstern hat seine größte Annäherung an die Sonne nicht überlebt. ISON sei inzwischen nur noch eine Staubwolke, heißt es auf der NASA-unterstützen Seite SpaceWeather.com. Erfahrene Astrofotografen könnten die erlöschenden Spuren des Kometen noch in der klaren Dezember-Morgendämmerung einfangen. Mit dem bloßen Auge sei da aber nichts mehr zu erkennen. "In Memoriam" hat der Astrophysiker Karl Battams seinen Blogpost überschrieben und ihn wie einen Nachruf für einen Menschen formuliert. Unter anderem heißt es, der Komet ISON hinterlasse ein beispielloses Vermächtnis für Astronomen. Seine harte Schale habe einen komplexen weichen Kern verborgen, den wir gerade erst beginnen würden zu verstehen.
Das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung erklärte, der Kern des Schweifsterns sei schon auseinandergebrochen, bevor er an der Sonne vorbei geflogen sei. Danach habe es noch aktive Teile gegeben, die Staub spuckten, weswegen neben dem eigentlichen Kometenschweif ein zweiter kleinerer Schweif zu beobachten gewesen sei. Inzwischen sei "nichts mehr aktiv".
Der Komet ISON war rund 4,5 Milliarden Jahre alt. Sein Kern hatte ursprünglich einen Durchmesser von mehreren Kilometern und bestand aus Eis und Gestein. Er war erst im vergangenen Jahr von zwei Amateur-Astronomen entdeckt worden.
Bilder und Infos zu ISON gibt's hier von der ESA und hier von der NASA. Hier geht's zu SpaceWeather.com und hier zum "In Memoriam"-Blogpost.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)