3. Dezember 2013
Wo mehr Waffen sind, da gibt es auch mehr Tote - so lautet die Theorie und damit argumentieren Waffengegner, zum Beispiel in den USA.
Ein Sozialpsychologe der Universität Utrecht hat sieben Studien zum Thema untersucht, um zu schauen, ob wirklich nachgewiesen werden kann, dass mehr Waffen auch zu mehr Todesfällen führen. Über die Studie berichtet die "Süddeutsche Zeitung." Die ausgewerteten Untersuchungen zeigen zwar: Wenn eine Waffe im Haus ist, kann sich das Risiko, erschossen zu werden, verdreifachen. Und wenn jemand bewaffnet in einen Streit geht, ist er danach eher tot als wenn er unbewaffnet gewesen wäre.
Ganz so eindeutig ist das Bild aber dann doch nicht. Bei der Anzahl an Waffen, die es in den USA gibt, müsste es eigentlich vielmehr Tote - vor allem durch Selbstmord geben. Und: Nicht nur in den USA gibt es viele Waffen, sondern auch in der Schweiz. Dort ist die Mordrate aber äußerst niedrig. Der Sozialpsychologe meint: Es spielen noch andere Faktoren eine Rolle, wenn es darum geht, ob Waffen für Tote sorgen. Armut zum Beispiel, oder Alkohol und Ungleichheit. Aber eine Aussage wagt er dann doch: Einen wissenschaftlichen Nachweis, dass Waffen nützen, gebe es nicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)