4. Dezember 2013
Die gute Nachricht ist: Auf dem Grund antarktischer Fjorde tobt ein überraschend vielfältiges Leben.
Und die schlechte: Durch die Meereserwärmung ist dieses Leben stark gefährdet. Beides haben Forscher aus Hawaii bei einer Expedition in die Fjorde entlang der Westantarktischen Halbinsel entdeckt. Sie fanden am Meeresgrund viele Arten von Anemonen, Seespinnen und Krebsen; Seegurken, Tiefseequallen und darüber riesige Krillschwärme, die wiederum Wale anlocken. Die Wissenschaftler suchen noch nach dem Grund für den Nährstoffreichtum, der dieses Leben ermöglicht.
Sicher scheint ihnen, dass er gefährdet ist. Die Antarktis sei noch in einem früheren Stadium der Meereserwärmung. Dadurch sei das Wasser noch nicht so stark von Schmelzeis belastet wie in der Arktis. Dort sind Flora und Fauna bei weitem nicht so reich, weil schmelzendes Eis häufig Sedimente mit ins Meer spült und sich dann weniger Phytoplankton und Algen bilden können. Der Klimawandel, so die Forscher, werde auch die antarktischen Ökosysteme dramatisch verändern.
Die Studie haben die Forscher im Fachblatt "Plos One" veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)