4. Dezember 2013

Rückspiegel: Am 4.12.1997 endet die Konferenz zum Umgang mit Nazi-Gold

Unser Blick zurück in die Geschichte zeigt diesmal, wie lange die Aufarbeitung der Nazi-Zeit in vielen Fragen dauert.

Am 4. Dezember 1997 - heute vor 16 Jahren - endete eine Konferenz, auf der diskutiert wurde, was mit dem Gold passieren sollte, das die Nationalsozialisten KZ-Opfern abgenommen und eingeschmolzen hatten. Etwa 40 Staaten hatten über die Frage beraten.

Insgesamt sollen die Nationalsozialisten Gold im Wert von 670 Millionen Euro beschlagnahmt haben. Zum Zeitpunkt der Konferenz waren noch 5,5 Tonnen Gold übrig, das entsprach einem Wert von 37 Millionen Euro und war mittlerweile im Besitz vieler verschiedener Zentralbanken. Die meisten Staaten auf der Konferenz waren nicht bereit, das Gold an Überlebende des Holocaust zurückzugeben.

Es wurde allerdings ein Topf für bedürftige Überlebende eingerichtet, an den die Staaten spenden sollten. Geld versprachen vor allem die USA, die Niederlande, Österreich und Italien, gezahlt wurde aber bei weitem nicht der angekündigte Betrag. Bis zum Jahr 2000 sollen etwa 14 Millionen Euro geflossen sein.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)