4. Dezember 2013

Spruchreif: Friedrich Schiller über Krisen

In unserer Rubrik "Spruchreif" geht es - passend zum Tagesthema - um Krisen. Der Dichter Friedrich Schiller konnte einer solchen sogar etwas Gutes abgewinnen. Von ihm stammt der Satz:

"Ich bedarf einer Krisis. Die Natur bereitet eine Zerstörung, um neu zu gebären."

Der Lebenslauf des Dichters weist selbst einige Phasen auf, die als berufliche oder persönliche Krise gedeutet werden können: unerfüllte Liebe, ein Verbot zur Veröffentlichung literarischer Texte, finanzielle Probleme und zeitweise eine Arbeitssituation, die man heute vielleicht mit dem Begriff "Mobbing" umschreiben würde. In seinen - wie den meisten - literarischen Werken ist die Krise außerdem essentieller Bestandteil. Nach den Worten des Philosophen und Schiller-Experten Rüdiger Safranski war der Dichter übrigens jemand, der nicht davon ausging, dass man das Schicksal - zum Beispiel in Form einer Krise - nicht nur erleiden, sondern auch gestalten kann.

Friedrich Schiller wurde 1759 in Marbach in Württemberg geboren und starb 1805 in Weimar.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)