4. Dezember 2013

Protest in der Ukraine: Caritas zieht sich aus Regierungsgremium zurück

Die Führung in der Ukraine will verhindern, dass eine aktive und lebendige Zivilgesellschaft entsteht.

So sieht es der Präsident der Caritas in der Ukraine, Andrej Waskovycs. Im Interview mit dem Deutschlandfunk berichtete er, dass die ukrainischen Behörden mehrfach Reformideen blockiert hätten, z.B. bei der sozialen Versorgung ärmerer Menschen. Waskovycs hat deshalb ein Beratergremium der Regierung verlassen, in dem offiziell Vorschläge aus der Zivilgesellschaft gemacht werden sollen. Die Gespräche dort machen für ihn keinen Sinn mehr.

Bei den laufenden Protesten in der Ukraine steht Waskovycs auf der Seite der Demonstranten. Auch er fordert einen Regierungswechsel. Nur so könnten seiner Ansicht nach radikale Reformen angegangen werden. Das Hauptproblem sieht Waskovycs darin, dass die Wirtschaft unter einigen Clans aufgeteilt ist, während der Großteil der Bevölkerung verarmt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)